Sonnenschutz
Allgemein,  Klamottis,  Pflege

Sonnenschutz für Kleinkinder

-Werbung ohne Auftrag-

Ergänzend zu meinem Beitrag zum Thema Vitamin D vs. Sonnenschutz möchte ich das Thema Sonnenschutz bei Kleinkindern noch etwas weiter vertiefen.

Der kommende Sommer wird der erste für Mausi sein, in dem sie aktiv im Garten spielen kann. Wir ihr vielleicht schon mittlerweile mitbekommen habt, gehe ich, was Gesundheitsrisiken angeht, lieber auf Nummer Sicher. Also muss ich mich nun mal intensiv mit dem Thema Sonnenschutz für Kleinkinder auseinandersetzen.
Das wichtigste Gebot ist natürlich: Nicht der direkten Sonne aussetzen. Falls das nicht vermeidbar ist, bieten lange Klamotten (textiler Sonnenschutz, siehe weiter unten) den besten Schutz. Unbedeckte Haut sollte eingecremt werden. Im Folgenden wird es sowohl um den textilen Sonnenschutz, als auch um Sonnencremes und die Wahl der geeigneten Sonnenbrille gehen.

Wie stark der Schutz sein muss, ist abhängig vom eigenen Hauttyp und dem aktuellen UV-Index. Je nach Hauttyp beträgt die Eigenschutzzeit der Haut zwischen weniger als 10 und mehr als 90 Minuten. Bei der großen Differenz ist es also durchaus relevant zu beachten, welchem Typ ihr entsprecht. Den UV-Index findet ihr zum Beispiel in den meisten Wetter Apps.

Sonnencreme

Fangen wir direkt mit dem sperrigsten Thema an: der Sonnencreme. In unseren Breitengraden wird bei Kindern mit einem Hauttyp von II oder III mindestens ein Lichtschutzfaktor (LSF) 30, besser 50, empfohlen. Das bedeutet, dass die Eigenschutzzeit um den Faktor 30 bzw. 50 erhöht wird. Wenn Sonnencreme durch Schwitzen oder Baden abgeht, sollte nachgeschmiert werden, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Dadurch kann die Schutzzeit jedoch nicht verlängert werden. Auf der Packung sollte erkennbar sein, dass die Creme UV-B-, aber auch UV-A- Strahlen blockiert. UV-B-Strahlen führen zu Sonnenbrand, UV-A-Strahlen zur Hautalterung und Bräunung der Haut.

Das wichtigste Unterscheidungskriterium bei Sonnencremes: es gibt chemische, aber auch mineralische UV-Filter (meist Naturkosmetik).

Möchtet ihr chemische UV-Filter verwenden, solltet ihr genau die Liste mit den Inhaltsstoffen studieren. Chemische UV-Filter wirken nämlich, indem sie in die Haut einziehen. Einige Filter werden kritisch gesehen, insbesondere bei Kindern und Schwangeren, da sie im Verdacht stehen, hormonell wirksam zu sein. Falls ihr einen Schutz mit chemischen UV-Filter nutzen möchtet, sind zumindest die in der Creme von Ladival verwendeten UV-Filter laut Ökotest unbedenklich.

Mineralischer Sonnenschutz (Titan- und Zinkoxid) hingegen zieht nicht in die Haut ein, sondern liegt auf der Haut auf und schützt so. Das führt zu dem typischen „Weißeln“.
Bei mineralischem Sonnenschutz gibt es häufig noch den Hinweis auf der Packung, dass Nanopartikel (<100nm) enthalten sind. Dadurch, dass die Partikel im Nanoformat sind, ziehen sie jedoch schon eher in die Haut ein und weißeln somit weniger – optisch also durchaus wünschenswert. Ob die Nanopartikel beim Einziehen schädlich sind, ist nach der aktuellen Studienlage jedoch noch nicht abschließend geklärt. Höchstwahrscheinlich ist das bei gesunder Haut kein Problem, solange die Konzentration nicht zu hoch ist. Ökotest fand jedoch heraus, dass dies leider häufig der Fall ist. Und sowieso steht die Konzentration nicht auf der Tube drauf, ist also für den Endverbraucher nicht wirklich feststellbar. Bei Allergikern, Kindern mit Neurodermitis oder sonstigen Hauterkrankungen oder generell bei Babys und Kleinkindern sollte man vielleicht eher auf eine nanopartikelfreie Variante gehen. Da ich ein Fan von Naturkosmetik bin und somit eigentlich nur ein mineralischer Schutz für Mausi bleibt, haben wir uns für die Sonnenlotion von Lavera entschieden. Eine Alternative wäre sonst die Creme von boep. Weißeln ist in dem Alter ja noch kein Thema.

Und dann findet ihr auf der Sonnencreme noch (hoffentlich) ein Label Reef friendly bzw. Korallenfreundlich o.Ä.: Einige chemische Filter wie zum Beispiel Oxybenzon, Octocylen und Octinoxat, aber auch Mikroplastik schaden den Korallenriffen. Diese Kennzeichnung dürfen nur Sonnencremes tragen, die den Riffen nicht schaden. Ein Extraplus gibt es also, wenn ihr beim Kauf darauf achtet, dass die Sonnencreme das o.g. Label trägt.

Sonnenbrille

Sobald die Kleinen in einem Alter sind, dass sie draußen etwas aktiv sind, wird es Zeit für eine Sonnenbrille. Prinzipiell denke ich, wenn die Eltern sich eine aufsetzen, sollte das Kind auch eine bekommen. Ob es diese auflassen möchte, ist natürlich noch mal eine andere Sache. Der helle Himmel, reflektierende weiße Hauswände oder Wasser können ganz schön blenden und den Augen schaden. Auch für die Kleinsten gibt es schon geeignete Modelle. Gerade für Babys erinnern sie zwar mehr einer Schwimmbrille, aber die Optik muss dann leider mal zurückstecken. Diese Modelle sind meist aus einem flexiblen Gummi, haben einen Gurt, falls sie an den Ohren noch nicht halten und sind nahezu unkaputtbar. Außerdem ist es sinnvoll, dass das Glas möglichst einen großen Sichtbereich abdeckt und die Bügel dick sind, sodass auch seitlich keine Sonnenstrahlen ins Auge fallen kann. Ist das nicht der Fall, können die UV-Strahlen seitlich in die wegen der Verdunklung geweiteten Pupillen fallen.

Ansonsten ist auf einen 100%igen UV-Schutz zu achten. Im Einzelnen wäre das die EU-Zertifizierung nach der Norm DIN EN ISO 12312-1 und ein ausgewiesener UV-Schutz 400.

Empfehlenswert sind hier zum Beispiel die Brillen von ActiveSol.

Sonnenhut und Textilien

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema Sonnenschutz auseinander gesetzt habe, war ich besonders überrascht zu erfahren, dass Stoff nicht automatisch vor der Sonne schützt. In wie fern Textilien vor UV-Strahlen schützen hängt davon ab, aus welchem Material sie sind, wie sie verarbeitet wurden, ob sie hell oder eher dunkel sind, ob sie eng anliegen oder ob sie nass oder trocken sind. Helle, eher leichte und dann noch nasse Kleidung schützt zum Beispiel nicht so gut wie trockene, schwere dunkle Stoffe. Klingt zwar irgendwie logisch, wusste ich allerdings trotzdem nicht.

Auch hier gibt es natürlich Standards nach denen zertifiziert werden kann. Am Sinnvollsten ist hier das das UV Standard 801 Zertifikat – hier wird der Stoff unter Realbedingungen getestet.

Hier möchte ich gerne die Sonnenhüte von Pickapooh empfehlen. Die Fertigung erfolgt in Deutschland, die Stoffe sind Bio. Also ganz nach meinem Geschmack!

Wie ist das bei euch? Spielt das Thema Sonnenschutz für euch eine Rolle?

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.